So prüfen Sie, ob eine Rechnung Betrug ist (Schritt für Schritt)
Gefälschte oder manipulierte Rechnungen funktionieren, weil sie nach Routine aussehen. Das Internet Crime Complaint Center (IC3) des FBI verzeichnete 2025 gemeldete Verluste von rund 3,05 Milliarden US-Dollar durch Business E-Mail Compromise – eine Kategorie, zu der gefälschte Rechnungen und geänderte Zahlungsdaten gehören. So prüfen Sie eine Rechnung in etwa zehn Minuten selbst.
Suchen Sie die Firma selbst. Verwenden Sie keine Links oder Nummern aus der Rechnung. Suchen Sie das Unternehmen und öffnen Sie seine offizielle Website.
Prüfen Sie das amtliche Register. Britische Firmen müssen bei Companies House eingetragen sein: Prüfen Sie Name, Nummer, Status (aktiv oder aufgelöst) und eingetragenen Sitz. Börsennotierte US-Firmen stehen bei SEC EDGAR, die meisten privaten US-Firmen im Register ihres Bundesstaats. In Deutschland nutzen Sie das Handelsregister bzw. Unternehmensregister.
Vergleichen Sie die E-Mail-Domain Buchstabe für Buchstabe mit der offiziellen Website. Nachahmer tauschen Buchstaben (rn statt m), hängen Wörter an („-rechnung“, „-support“) oder nutzen Freemail.
Prüfen Sie das Alter der Website. Bei ICANN Lookup sehen Sie, wann die Domain erstellt wurde; eine wenige Wochen alte Seite für einen „etablierten“ Lieferanten ist ein Warnsignal. Die Wayback Machine zeigt, seit wann es die Seite gibt.
Prüfen Sie die Bankverbindung. Liegt das Konto im selben Land wie die Firma? Bittet der Lieferant plötzlich um Zahlung auf ein neues Konto? Behandeln Sie jede Kontoänderung als verdächtig, bis sie telefonisch bestätigt ist.
Suchen Sie nach Warnungen. Suchen Sie Firma, Website und Telefonnummer mit „Betrug“ oder „Abzocke“ und prüfen Sie bei Anlagefirmen Warnlisten von Aufsichtsbehörden wie IOSCO I-SCAN.
Rufen Sie zur Bestätigung an – unter einer Nummer von der offiziellen Website oder einer früheren echten Rechnung, nie unter der auf dem verdächtigen Dokument.
PayOrScam führt diese Prüfungen automatisch durch und nennt für jeden Befund die Quelle – der abschließende Bestätigungsanruf lohnt sich trotzdem immer.